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Geschichtliches

Rinteln - Geschichtliches

Vor allem die Weser förderte den Handel. So genannte „Bremer Waren” kamen mit den Schiffen flussaufwärts: Tabak, Geschirr, Kolonial- und Haushaltswaren. Für Frachten mit dem Ziel Rinteln richtete die Stadt einen Zollschuppen ein. Stromab befördert wurden Sand, Kies und Getreide, ebenso wie der in der Nähe abgebaute Obernkirchener Sandstein. Auch das Handwerk mit seinen verschiedenen Zünften hatte seinen Anteil am Aufschwung der Stadt, die bis ins 17. Jahrhundert hinein eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte. Als 1626 durch die Pest fast ein Drittel der Rintelner Bevölkerung starb, war das ein verheerender Rückschlag für die Stadt.

Dass sich Rinteln trotzdem recht zügig davon erholte, lag vor allem auch an der 1621 gegründeten Universität Rinteln. Als Folge gab es neben einer Universitätsbuchdruckerei, einer Apotheke, einem botanischen Garten und einem regelmäßig erscheinenden „Intelligenzblatt“ auch eine Universitätskommisse, eine Art Studentenmensa mit Wohnheim. Hier konnten Professoren und Studenten unbehelligt vom städtischen Schankmonopol zu niedrigen Preisen Bier und Wein trinken.

1640 wurde die alte Grafschaft Schaumburg zwischen den Grafen zur Lippe (nun Grafschaft Schaumburg-Lippe) und den Landgrafen von Hessen-Kassel (nun Grafschaft Schaumburg) aufgeteilt. Als Folge wurde Rinteln hessische Garnisonsstadt und zu einer Festung ausgebaut.

Trotzdem ergab sich die Stadt während des Siebenjährigen Krieges und in den napoleonischen Kriegen (1806) kampflos einer französischen Übermacht und wurde jeweils für mehrere Jahre besetzt. Am 13. November 1806 befahl Napoleon, die Festungsanlagen zu schleifen. Ein weiterer Rückschlag war die Schließung der Rintelner Universität im Jahre 1809 durch Jérôme, den jüngsten Bruder Napoléons und König des neu gegründeten Königreichs Westphalen (mit Kassel als Hauptstadt).

Nach dem Ende der napoleonischen Besetzung wurde die hessische Grafschaft Schaumburg wieder Exklave der Landgrafschaft Hessen-Kassel. 1866 wurde sie, wie die gesamte Landgrafschaft, von Preußen annektiert und zum Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau gemacht, wo sie ab 1904 als Landkreis Grafschaft Schaumburg mit Sitz in Rinteln bis 1977 geführt wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts ging es mit der Stadt wieder aufwärts. Vor allem förderte die Eröffnung der Löhne–Vienenburger Eisenbahn durch die Hannover-Altenbekener Eisenbahngesellschaft (1875) und die dadurch günstige Verbindung in die großen Wirtschaftszentren Berlin und Köln die Ansiedlung von Industriebetrieben. So entstand unter anderem eine Glashütte. Weitere Bahnstrecken verbanden die Stadt mit Stadthagen (Rinteln-Stadthagener Eisenbahn) und ab Ende der 1920er Jahre mit Barntrup (Extertalbahn). Die Strecke Bünde/Löhne–Hameln–Hildesheim/Bodenburg, heute als Weserbahn bezeichnet, wird heute im Stundentakt durch die Eurobahn befahren.

 
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