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Weser Tourismus Quaet-Faslem-Haus
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Quaet-Faslem-Haus

Nienburg an der Weser - Sehenswert

Das Quaet-Faslem-Haus in Nienburg:


Emanuel Bruno Quaet-Faslem wurde 1785 in Dendermonde, einem kleinen Ort an der Schelde in Flandern geboren. Zunächst erhielt er eine Ausbildung als Bauzeichner und Tischler und arbeitete ab 1804 als Bautischler, u.a. beim Architekten Jean Baptitse Pisson in Gent. Dieser erkannte und förderte das Talent von Quaet-Faslem, so dass dieser 1804 bis 1810 ein Studium der Baukunst in der Akademie Gent absolvierte.


Nach dem Studium arbeitete Quaet-Faslem nochmals für einige Zeit als Baukondukteur bei Pisson, dann trat er - nachdem die napoleonischen Revolutionstruppen 1794 die österreichischen Niederlande von der Habsburgischen Herrschaft „befreit“ hatten - der französischen Brücken- und Straßenbautruppe (franz. Service des Ponts et des Chaussées) bei. In Diensten des französischen Militärs, zuständig für den Bau großer Heerstrassen, kam Quaet-Faslem nach dem Vierten Koalitionskrieg als Entrepreneur in das französisch besetzte Kurfürstentum Hannover.


Nach dem Ende der französischen Besatzung blieb Quaet-Faslem in Deutschland und trat als königlich-hannoverscher Beamter in Diensten der 1817 gegründeten „General-Wegebau-Commission“. Er ließ sich zunächst kurz in Bassum, später im Arrondissement Nienburg nieder, von wo aus er bis zu seinem Lebensende 1851 tätig war. In Nienburg entwickelte er sich zu einem bedeutenden Baumeister, Lokalpolitiker und schließlich Ehrenbürger der Stadt: 1827 wurde er zum „Commerzien-Commissär“ ernannt, 1832 zum Baurat befördert, 1834 zum Senator und schließlich zum „Ober-Commerzien-Commissär“ ernannt.


Er trug wesentlich zum Aufbau der Nienburger Baugewerkschule für Architektur und Bauingenieurwesen bei, an der er auch selbst unterrichtete. Er setzte sich dafür ein, dass die Bahnstrecke Bremen–Hannover über Nienburg geführt wurde. Er war Mitglied der Nienburger Freimaurer.


Der klassizistische Baustil kam von Quaet-Faslem impulsgebend in die Stadt. Eine 1995 abgeschlossene Sanierung brachte die ursprüngliche Form wie auch die Farbigkeit wieder hervor und machte das Haus zu einem Schmuckstück am ehemaligen Nienburger Leintor. Die Anlage befindet sich im Eigentum der Hoya-Diepholz'schen Landschaft (Historische Ritterschaft) und stellt sie seit 1950 dem Nienburger Museum zu Verfügung. Im Hause finden zahlreiche Aktivitäten im Zeichensaal wie auch im museumspädagogischem Arbeitsraum statt. Daneben gibt es Dauerausstellungen zur Möbelkultur. Des Biedermeier und des Rokoko, eine Rokoko-Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Tapetenzimmer aus gleicher Zeit in sogenannter Graumalerei sowie zum Biedermeier mit antikischen Szenen gehalten. Alles museale Raritäten.

 
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