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Geschichtliches

Minden - Geschichtliches

Siedlungsfunde an mehreren Stellen des gegenwärtigen Stadtgebietes lassen vermuten, dass Minden bereits seit dem 3. Jahrhundert besiedelt ist. Der Mindener Raum lässt vom 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. eine kontinuierliche Siedlungsentwicklung erkennen. Er gehörte während dieser Zeit dem rhein-weser-germanischen Formenkreis an. Dies wird in den kaiserzeitlichen Gräberfeldern Minden-Römerring, Porta Westfalica-Costedt deutlich.

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Minden im Jahre 798 in den so genannten Reichsannalen, einer fränkischen Chronik, als Karl der Große eine Reichsversammlung in „Minda“ abhielt. Um 800 gründete Karl der Große in Minden ein Bistum und im Jahr 977 wurden der Stadt das Marktrecht, das Münzrecht und das Zollrecht verliehen. Bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts war der vom Bischof eingesetzte Wichgraf Oberhaupt und Verwaltungsleiter der Stadt. Um 1230 konnten sich die Mindener Bürger und ihr Rat vom kirchlichen Landesherren, dem Bischof, lösen und erhielten die Stadtrechte. Diese neuen Rechte nutzten sie und begannen einen von der Kirche unabhängigen Handel. Der Gewinn daraus war eine der Grundlagen für die weitere Entwicklung der Stadt. Im Mittelalter war Minden Mitglied der Hanse. Das gestiegene Selbstbewusstsein der Mindener Bürger wurde auch im Bau des historischen Rathauses deutlich, das wahrscheinlich um 1260 direkt neben der Domimmunität errichtet worden war. Im Jahr 1306/07 zog es der damalige Mindener Bischof Gottfried von Waldeck deshalb vor, seine Residenz von Minden in das Schloss Petershagen zu verlegen.

Im Zuge der Reformation kam es 1529 in Minden zu einem schweren Konflikt, der die Bildung eines Gremiums aus sechsunddreißig Männern zur Folge hatte, die fortan das Stadtregiment übernahmen. Am 13. Februar 1530 schließlich verkündete Nikolaus Krage von der Kanzel der Martinikirche die evangelische Kirchenordnung für die Stadt Minden. Zur Zeit der Hexenverfolgungen fanden in den Jahren 1603–1684 Hexenprozesse gegen insgesamt 128 Personen statt. Wie in vielen benachbarten Regionen wurden dabei in Minden fast ausschließlich Verfahren gegen Frauen eröffnet. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) war Minden von 1625 bis 1634 durch die katholischen Truppen des Kaisers besetzt. 1634 wurde die Stadt von den protestantischen schwedischen Truppen belagert und schließlich erobert. Königin Christina von Schweden gestand der Mindener Bürgerschaft volle Souveränität in allen inneren und äußeren Angelegenheiten der Stadt zu. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam Minden gemäß Vertrag des Westfälischen Friedens von 1648 in den Besitz Brandenburg-Preußens und blieb dort bis zur Auflösung Preußens im Jahr 1947. Mit dem Landesherrlichen Stadtreglement vom 10. Juni 1711 durch König Friedrich I. endete das vierhundertjährige Selbstbestimmungsrecht der Mindener Bürger. Das Gremium der „Vierziger“ wurde vom König aufgelöst und der Rat der Stadt durch einen Magistrat abgelöst, der von einem Gremium aus sechzehn Kaufleuten, sechzehn Handwerkern und acht Vertretern der Gemeinde auf Lebenszeit gewählt wurde.

Im Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763) wurde 1759 vor den Toren von Minden die Schlacht bei Minden geschlagen, bei der die Alliierten des Königreich Großbritannien unter Herzog Ferdinand von Braunschweig die Franzosen und ihre Verbündeten entscheidend schlugen. Die Region blieb preußisch.

1719–1807 war die Stadt Verwaltungssitz des Territoriums Minden-Ravensberg und 1816–1947 Sitz einer Bezirksregierung.

Bis 1806 war das Gebiet um den Mindener Dom die sogenannte Domfreiheit. Hier regierten, im Gegensatz zu den anderen Stadtgebieten, die geistlichen Mindener Landesherren. Am 13. November 1806 wurde Minden von französischen Truppen besetzt und gehörte danach zunächst bis Ende 1810 zum Königreich Westfalen, später direkt zu Frankreich. Nachdem Napoleon I. in der Völkerschlacht bei Leipzig besiegt worden war, verließen die französischen Truppen das Mindener Land und es wurde wieder preußisch. In der Amtszeit des ersten Mindener Landrates von Arnim (1816–1820) wurde die Mindener Festung unter Oberaufsicht der Regierung des Regierungsbezirks Minden wiederaufgebaut. Dieser Wiederaufbau war insofern verhängnisvoll, als er die industrielle und wirtschaftliche Entwicklung hemmte, sodass diese fast vollständig an Minden vorbei ging. Die Stadt und damit auch ihr Geist blieben in ihren Festungsmauern eingeschnürt. Zum damaligen Zeitpunkt wesentlich kleinere Städte - z.B. Bielefeld und Dortmund - legten den Grundstein zu wirtschaftlicher Blüte.

Die preußische Zeit war sehr prägend für Minden. Dies erkennt man bis heute in der Stadtanlage und im Stadtbild. Und viele Gebäude aus dieser Zeit sind ebenfalls noch vorhanden. Bis 1873 war die Stadt eine preußische Festung, dann beschloss der Reichstag in Berlin am 30. Mai 1873 das Gesetz zur Aufhebung der Festungen Minden, Stettin, Erfurt, Wittenberg, Kosel, Graudenz, Kolberg und Stralsund. Erst jetzt wurden die Stadtmauern geschleift und die Stadt konnte wirtschaftlich aufholen. Ihre frühere politische und wirtschaftliche Bedeutung erreichte sie jedoch nie wieder.

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Aminghausen, Bölhorst, Dankersen, Dützen, Haddenhausen, Hahlen, Häverstädt, Kutenhausen, Leteln, Meißen, Päpinghausen, Stemmer, Todtenhausen und Teile von Barkhausen, Hartum und Holzhausen II in die Stadt Minden eingemeindet. Damit waren bisher selbstständige politische Gemeinden zu Mindener Stadtteilen geworden. Gleichzeitig wurde der neue Kreis Minden-Lübbecke aus den Altkreisen Minden und Lübbecke gebildet. Minden blieb Kreisstadt. Grundlage war die Gebietsreform mit dem Bielefeld-Gesetz. Das neue Kreishaus wird südlich der Innenstadt auf dem Gelände einer alten Kaserne gebaut, das alte Kreisgebäude als Kommunalarchiv der Stadt Minden weiter genutzt.

In der Stadt Minden wurde 1976 das Weserufer aufgewertet indem die Promenade an der Weser 1976 vor der Fischerstadt verlängert wurde. 1974 wurde das für die stadtnahe Erholung wichtige Glacis als Grüngürtel auf der alten aufgelassenen Festung neu gestaltet und erlebbarer gemacht. Ab 1979 wurde die alte Stadtmauer an der Fischerstadt erneuert und auf die alte Bauhöhe zurückgebaut. Durch den Abzug der britischen Truppen 1994 und eine Neuordnung der Übungsplätze der Bundeswehr war es möglich große Teile des an der Weser gelegenen Pionierübungsplatzes in das Glacis mit zu integrieren und so Naherholungsgebiete am Ufer der Weser zu gewinnen. Dieser Bereich wird an das Ostufer durch den Bau einer neuen Fußgängerbrücke erweitert und so die Kanzlers Weide als neuer Großparkplatz und Festgelände integriert.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird über die Entwicklung der Innenstadt erneut diskutiert. Die Stadt hat 2009 einen Masterrahmenplan zur Innenstadtentwicklung entworfen der im Juni durch den Rat der Stadt verabschiedet worden ist.

 
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