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Das Schnoor-Viertel

Bremen - Sehenswert

Das Schnoor-Viertel:

Schnoor (auch Schnoorviertel genannt; von niederdeutsch Schnoor, Snoor = Schnur) ist ein mittelalterliches Gängeviertel in der Altstadt Bremens und auch der Name einer Straße in diesem Viertel. Das Quartier verdankt seine Bezeichnung dem alten Schiffshandwerk. Die Gänge zwischen den Häusern standen oft in Zusammenhang mit Berufen oder Gegenständen: So gab es einen Bereich, in welchem Seile und Taue hergestellt wurden (Schnur = Schnoor), und einen benachbarten Bereich, in dem Draht und Ankerketten gefertigt wurden (Draht = Wieren).

Die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Schnoors geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit wurde am Rande des heutigen Schnoorviertels ein Franziskanerkloster gebaut, von dem nur die Klosterkirche erhalten ist. Die heutige katholische St.-Johannis-Kirche wurde im 14. Jahrhundert im Stil der Backsteingotik als turmlose Hallenkirche mit Dachreiter erbaut.

Zahlreiche Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind noch erhalten und vermitteln einen romantischen Eindruck vom Leben in früheren Zeiten. Viele Straßenbezeichnungen stehen im Zusammenhang mit früheren Nutzungen. So war am Stavendamm die erste öffentliche Badestube zu finden (Stave ist Plattdeutsch für „Stube“), die auch Gelegenheit zu anderen Formen von Vergnügungen bot. Es wird sogar berichtet, dass der Bischof von Bremen durch einen unterirdischen Gang vom Dom bis zum Stavendamm heimlich die Badestube besuchte. Die Legende berichtet, dieser unterirdische Gang habe im noch heute erhaltenen Schifferhaus geendet.

Der Schnoor beherbergt viele Kunsthandwerkbetriebe (darunter eine Glasbläserei), Galerien, Cafés und Restaurants, Antiquitätengeschäfte und kleine Museen. Unter anderem hat hier das Institut für niederdeutsche Sprache seit 1973 seinen Sitz. Fast 30 Jahre lang gab es ein eigenes Schnoor-Archiv (Am Landherrnamt 3) und ein privates Museum im „Schifferhaus“ (Stavendamm 15). Im Jahre 2005 wurde ein Antikenmuseum im Schnoor eröffnet. Das 1992 gegründete Travestietheater von Madame Lothár wurde über Bremen hinaus bekannt und galt bis zu seiner Schließung Anfang des Jahres 2008 als „bremische Institution“; seit März 2009 wird dort unter neuer Leitung das Teatro Magico in Form eines Eventtheaters betrieben. Im ehemaligen Packhaus finden Theateraufführungen statt, im Mai 2006 eröffnete hier außerdem das Bremer Geschichtenhaus. Mehrere gemeinnützige Vereine tragen zum Erhalt und zur kulturellen Belebung bei. Als letztes Quartier der Bremer Altstadt mit größtenteils erhaltener und zusammenhängender Bausubstanz aus dem 15. bis 19. Jahrhundert hat sich der Schnoor zu einer Hauptsehenswürdigkeit in Bremen entwickelt.

 
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