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Weser Tourismus Geschichtliches
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Geschichtliches

Brake - Geschichtliches

Die ersten Fischer und Bauern, die vereinzelt auf den Wurten an der Weser bei Brake siedelten, bekamen um 1100 Zuwachs, als der Erzbischof von Bremen Kolonisten ins Land rief, die als Stedinger Geschichte machten. Sie bauten erste zusammenhängende Deiche von der Huntemündung bis Golzwarden. Die Dörfer Harrien und Hammelwarden entstanden. Von 1164 bis 1511 überfluteten vier große Sturmfluten das Gebiet, denen tausende Menschen zum Opfer fielen und die Stedinger Deiche zerstörten.

Brake wurde erstmalig am 25. bzw. 30. Mai 1384 in einer Urkunde als Brake to Harghen (Harrien) erwähnt. Die Erwähnung erfolgte wegen eines großen, nicht wieder einzudämmenden Durchbruchs im Deich, der in der Nähe der Siedlung Harrien lag.

Zwischen dem neu entstandenen Jadebusen (1164, 1334 und 1362) und der Weser gab es große Insellandschaften. Nördlich von Elsfleth hatte sich ein Nebenarm der Weser gebildet, der sich bei Käseburg mit einem weiteren Durchbruch traf und nordwestlich von Harrien das Lockfleth traf. Das südliche Stück dieses Weserarmes hieß Balgegraben, der nördliche Rönnel. Ab 1512 wurden die Inseln durch die Oldenburger Grafschaft eingedeicht; zuerst die Rönnel, dann folgten 1526 die Abschnitte bei Lockfleth und Hammelwarden. Bis 1531 waren diese Deichbauten weitgehend abgeschlossen. Auf den drei eingedeichten Inseln entstanden die ersten Siedlungen von Braksiel dem heutigen Brake.

Nach 1624 plante der Oldenburger Graf Anton Günther einen Hafen, gebaut wurde er aber noch nicht. Eine Zollstation für die Weserschiffe entstand zum Leidwesen der Bremer; aber auch sie wurde bald darauf nach Elsfleth verlegt. Durch die Versandung der Weser wurde Brake aber dann doch Umschlageplatz für größere Überseeschiffe, die hier ihre Waren auf kleinere Leichter umladen mussten. Die Leichter fuhren dann nach Bremen, um an der Balge die Waren endgültig zu löschen. Packhäuser entstanden. Bis weit in das 18. Jahrhundert hinein legten die Schiffe am Südufer des Braker Außentiefs an. Um 1787 wurden in der Nähe der heutigen Kaje Duckdalben im offenen Strom eingerammt, an dem die größer werdenden Segler festmachen konnten. Brake blühte auf. Die Kontinentalsperre in Napoleonische Zeit von 1806 bis 1814 unterbrach diese positive Entwicklung nur kurz.

Ab dem 17. Jahrhundert wurde Brake als Name für einen Wohnort verwendet: Braksiel und Harrierbrake. 1731 wurde das Fischerhaus erbaut, es ist heute das älteste Haus in Brake. 1756 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Brakes als Hafen. Ab 1814 bildete Brake eine eigene Kommune, und es entstand das Amt Brake.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Brake jedoch zu einem bedeutenden Standort für die Schifffahrt. Von 1817 bis 1833 wurde Brake vom Dampfschiff Die Weser im Liniendienst angelaufen.

Am 4. Februar 1825 verwüstete eine Sturmflut die Stadt. Der Wiederaufbau wurde um 1830 abgeschlossen. Über 500 Bremer Schiffe wurden in diesen fünf Jahren in Brake umgeladen. Durch die Neugründung von Bremerhaven im Jahre 1827 endete dieser Aufschwung.

1835 wurde Brake zum Freihafen erklärt und 1842 wurde Brake Umschlagsplatz für den Viehexport nach England. Nach 1850 verlagerte der neugegründete Norddeutsche Lloyd den Umschlagestandort nach Nordenham. Eine Telegraphen-Leitung zur Weitergabe von Schiffsnachrichten zwischen Bremen und Bremerhaven wurde 1846 über Brake geführt. Von 1848 bis 1852 war Brake der Heimathafen der deutschen Reichsflotte. Nach dem Scheitern der Revolution und der Herstellung des alten Bundestages wurde am 2. April 1852 die Auflösung der Reichsflotte beschlossen.

Am 1. Mai 1856 erhielt Brake das Stadtrecht I. Klasse. Neben der Stadt Brake bestanden die heutigen Stadtteile Golzwarden, Hammelwarden und Kirchhammelwarden als selbstständige Gemeinden.

1861 erfolgte die Fertigstellung des Braker Binnenhafens. Rund 600 Schiffe liefen Brake an. Ohne Eisenbahnanschluss verringerte sich diese Zahl erheblich. 1873 erfolgte deshalb der Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1892 wurde die Pieranlage gebaut und 1936 die Admiral-Brommy-Kaserne, die bis 1997 bestand, als sich die Marine von verschiedenen Standorten trennte. Die frei werdende Fläche kam dann der Hafenerweiterung zugute.

Das „Schiffahrtsmuseum der oldenburgischen Weserhäfen“ in Brake wurde 1960 im Telegraphen eingeweiht. 1985 kam in Brake als weiteres Gebäude das "Borgstede und Becker Haus" hinzu. In diesem wurde die Dauerausstellung nach anderthalb-jährigem Umbau im Jahre 2007 neu eröffnet. Im Jahre 2008 kam in Elsfleth, in der "Villa Steenken", ein drittes Gebäude dazu. Die endgültige Eröffnung dieses Museumsgebäudes wird im Jahre 2010 erfolgen. Seit 2009 nennt sich das Schiffahrtsmuseum "Schiffahrtsmuseum Unterweser".

1972 entstand das Kultur- und Sportzentrum mit Stadtbad und Großsporthalle. 1974 erfolgte der Baubeginn des Kreisberufsschulzentrums. Im gleichen Jahr wurden die Gemeinden Golzwarden und Schmalenfleth eingemeindet. Als Ausgleich erhielt die Gemeinde Schwanewede die bis dahin zu Brake gehörige Weserinsel Harriersand.

 
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