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Geschichtliches

Bad Oeynhausen - Geschichtliches

In den Jahren ab 1830 bohrte der Berghauptmann Karl von Oeynhausen (1795–1865) auf dem Gelände des heutigen Kurparks nach weiteren Salzvorkommen, stieß stattdessen aber 1845 auf eine Thermalsolequelle. Schnell wurde die Heilkraft dieser Quelle erkannt und die ersten Thermalbäder entstanden in dem Ort, der sich nun „Neusalzwerk bei Rehme“ nannte. 1848 gab König Friedrich Wilhelm IV. dem Ort den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“, der nach Gründung der Stadt 1860 beibehalten wurde.

Im zu Bad Oeynhausen gehörenden Bergkirchen befand sich in vorchristlicher (sächsischer) Zeit am dortigen Übergang über das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum, an dessen Stelle später, im 9. Jahrhundert, eine Kirche erbaut wurde. Die heutige Kirche ist ein Nachfolgebau dieses Gebäudes. An der Kirche und an der unterhalb liegenden „Wittekindsquelle“ weisen Tafeln darauf hin. Wenige Meter von der Kirche entfernt steht noch heute ein Fachwerk-Gehöft aus dem 13. Jahrhundert.

Mit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn 1847 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Die folgende Bad- und Stadtentwicklung war außergewöhnlich und dauerte bis in die Zeiten des Zweiten Weltkriegs: Es entstand unter anderem der Kurpark nach Plänen von Peter Joseph Lenné, dem damals bekanntesten preußischen Gartenarchitekten; 1908 das Kurhaus (von 1980 bis 2002 war hier das Spielcasino beheimatet, heute finden sich hier – unter dem Namen Kaiserpalais – ein GOP-Varieté, ein Edelrestaurant und eine Diskothek). Rund um den Kurpark entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts Wohnhäuser des gehobenen Bürgertums. Eines der bekanntesten von ihnen, die Farne-Villa, musste 1969 einem Neubau weichen. Auch wurden weitere Thermalsolen erbohrt, darunter 1926 der Jordansprudel, der mit einer Schüttung von 6.000 l/Min die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt und heute das Wahrzeichen der Stadt ist.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war bis zum Umzug nach Berlin Bad Oeynhausen Sitz der britischen Militärregierung. In der Stadt war zusätzlich das Hauptquartier der britischen Rheinarmee angesiedelt. Das Hauptquartier befand sich im Hotel Königshof, das bis zum Kriegsende als Lazarett diente. Ein großer Teil der Innenstadt war für das zivile Leben gesperrt, Anwohner und Geschäfte waren zwangsumgesiedelt. Nach und nach wurden die Absperrungen zurückgenommen. Erst nach Freigabe der Innenstadt durch die Briten 1954 konnte der Badebetrieb wieder aufgenommen werden. Die Briten verlagerten ihr Hauptquartier dann nach Rheindahlen.

Bad Oeynhausen als Kurort war bis zum Jahr 2004 das einzige Staatsbad des Landes Nordrhein-Westfalen. Anfang 2004 wurde das Staatsbad kommunalisiert, die Trägerschaft hat die Stadt Bad Oeynhausen übernommen.

 
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